"Ein Blick durchs Schlüsselloch"

Ein Blick durchs Schlüsselloch

Keine leichten Zeiten...

...wir alle haben unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu leiden, sind in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens eingeschränkt und müssen auf einiges verzichten, was uns lieb und teuer ist. 

Auch der Alltag in der Kita hat sich im letzten Jahr stark verändert. Diese Veränderungen sind notwendig und dennoch wären wir sehr froh, wenn doch endlich alles wieder wäre, wie früher. Wenn wir wieder so arbeiten könnten, wie wir es gewohnt waren. Auch wir sind deshalb oft unglücklich, frustriert und keinesfalls zufrieden.

Uns fehlt der Kontakt und der Austausch mit den Eltern, die gemeinsamen Veranstaltungen mit den Familien und ihren Kindern. Man verliert sich aus den Augen. Leider können wir laut Verordnung nach wie vor unsere Familien nicht in unserem Haus willkommen heißen. Die Übergabe der Kinder erfolgt an der Eingangstür, mit Maske selbstverständlich.

Hier fehlt oft die Zeit und auch der geschützte Raum um offene, vertrauliche Gespräche zu führen. Meist warten bereits andere Eltern in Schlange, um ihr Kind abzugeben oder abzuholen. So fehlen sowohl uns in der Kita, als auch den Eltern, wichtige,das Kind betreffende, Informationen. 

Wir möchten uns nicht verbarrikadieren oder verschließen, wir möchten so transparent wie möglich arbeiten. Versuchen stets, trotz Personalmangel, einen schönen, lebendigen und vielseitigen Kita-Alltag zu gestalten, leider ohne die beliebten Ausflüge, Kooperationen und Veranstaltungen, die spannende Projekte mit Farbe und Leben füllten.

Über unsere Info-Aufsteller, die Homepage und das Amtsblatt möchten wir Sie weiterhin über das informieren, was bei uns in der Kita so passiert. Denn das ist, auch wenn die Türen verschlossen sind, doch ganz schön viel! Hier bewegt man sich immer auf dünnem Eis, muss sich dauernd informieren, was denn aktuell gerade erlaubt oder verboten ist. Grundsätzlich ist seit Ausbruch der Corona-Pandemie ja schon das Singen mit den Kindern verboten...

Darf und will man überhaupt noch Plätzchen backen? Wie müsse wir unsere Geburtstagsfeiern durchführen, damit wir alle bestehenden Hygiene-Regeln einhalten können? Dürfen die Eltern noch Lebensmittel von zu Hause mitbringen oder nicht? Muss der Nikolaus dieses Jahr, wie sonst eigentlich der Osterhase, ums Haus herumschleichen oder darf er uns noch besuchen?Was macht man mit dem Laternenumzug? ...Fragen über Fragen..Leider.

 

Eine weitere, sehr knifflige Frage ist, wie man denn korrekt mit kranken Kindern umgeht. Wann darf ein Kind die Kita noch besuchen und wann nicht mehr? Eine Gradwanderung...Und eines können wir mit absoluter Sicherheit sagen: Uns graut vor jedem Anruf, bei welchem wir darum bitten müssen, dass ein Kind abgeholt wird. Wir wissen, was das gerade für Berufstätige heißt. Und trotzdem müssen wir bestehende Regelungen einhalten. Vom Landesjugendamt kam nun die Anweisung, dass bereits Kinder mit leichten Symptomen zu Hause bleiben müssen. Wir stehen grundsätzlich voll und ganz hinter dieser Regelung, gerade in Zeiten wie diesen. Gerade aus der festen Überzeugung heraus, dass kranke Kinder immer wieder andere Kinder und Fachkräfte anstecken und daraus ein Kreislauf entsteht. Fakt ist: Kommen immer nur gesunde Kinder zur Kita, stecken sich insgesamt weitaus weniger Kinder an. Das widerum spart krankheitsbedingte Fehltage durch das Kind letztendlich und schont die gesundheitlichen Ressourcen der Kinder und auch die des Personals. Erkranken mehrere Erzieher gleichzeitig, stehen wir mit so einer kleinen Einrichtung wie hier in Baalborn ruckzuck mit dem Rücken zur Wand und es droht eine Verkürzung der Betreuungszeit oder gar die Schließung der Kita bis alle wieder fit sind. Deshalb möchten wir auch hier noch einmal darum bitten, dass ausschließlich gesunde Kinder in die Einrichtung geschickt werden.

Das Fachpersonal leistet seit Monaten eine tolle Arbeit an vorderster Front und geht dabei oft an seine Grenzen, befindet sich im unermüdlichen Einsatz und steckt viel Herzblut in die pädagogische Arbeit und das alles trotz der ganzen Erschwernisse. Viele haben Angst und Sorge, da unsere Berufsgruppe weitgehend ungeschützt ist, während der Arbeit. Man fürchtet, sich anzustecken, krank zu werden, auszufallen und damit die Kollegen im Stich lassen zu müssen. Man fürchtet sich auch davor, selbst Überträger zu werden und zum Beispiel ältere oder vorerkrankte Familienmitglieder anzustecken. Und trotzdem kommen wir jeden Tag gerne auf unsere Arbeit, freuen uns auf die Arbeit mit Ihren Kindern und können uns nach wie vor dafür begeistern.

Aktuell haben wir es mit so vielen Regelungen, Vorgaben und Anweisungen zu tun, wie noch nie. Tagtäglich kommen neue hinzu. Durch die Corona-Pandemie ist viel zusätzliche Dokumentationsarbeit angefallen, Hygienepläne müssen ausgearbeitet werden und vieles mehr. Dabei muss derAlltag brummen!Versorgung, Pflege, Betreuung, aber auch Erziehung, Bidlung und Förderung stehen im Vordergrund. Man muss Situationen schaffen, in denen sich auch die Kleinsten trotz Notgruppe etc. wohl und beborgen fühlen. Wir müssen darauf achten,dass kein Kind zu kurz kommt und individuell gefördert wird. Wir wünschen uns so sehr wieder mehr Kapazitäten für pädagogische Projekte. Denn trotz aller Bemühungen bleiben, bei all dem zu leistenden Mehraufwand(zB. auch der Flurdienst, der das An-und Ausziehen der Kinder übernimmt) und Personalmangel, immer mal wieder bereits geplante pädagogische Angebote auf der Strecke. Hier mangelt es uns nicht an Ideen, sondern an Kapazitäten und Ressourcen.  

Trotz allem möchten wir für Sie und Ihre Kinder da sein und eine gute, qualitätvolle Arbeit leisten. Wir wüschen uns glückliche Kinder und zufriedene Familien. Alle sollen sich bei uns wohl, ernst-und angenommen fühlen!

Wir sind stets offen für Ideen, Anregungen und Fragen. Sprechen Sie uns einach an!

Auch für Gespräche finden wir sicherlich einen passenden Termin, je nach Situation im Büro oder notfalls auch am Telefon.

 

 

Bitte bleiben Sie gesund und munter,

 

Ihr Team der Kita Heidschnucke