Pädagogischer Ansatz

Bildungssystem

In unserer KITA stehen die kleinsten Bewohner der Gemeinde Mehlingen im Mittelpunkt. Unser pädagogisches Konzept wird stets nach den neusten pädagogischen Gesichtspunkten weiterentwickelt.

Die Kinder sind und bleiben unsere Zukunft. Die KITA ist die erste Stufe in unserem Bildungssystem, wo die wesentlichen Voraussetzungen geschaffen werden, damit unsere Kinder später den Anforderungen unserer Gesellschaft entsprechen können.

Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Kinder in einem behüteten Umfeld aufwachsen. Hier fühlen sie sich wohl und entdecken spielerisch ihr Leistungsvermögen und können ihre Talente und entfalten.

Ebenso wichtig ist es, Eigenschaften wie Gemeinschaftssinn, Toleranz und soziales Miteinander zu erlernen. Diese werden für das weitere Leben unserer Kleinen von grundlegender Bedeutung sein.

Für die einzelnen Altersstrukturen bieten wir gruppenübergreifend Angebote an, um sie altersspezifisch, ihren Bedürfnissen entsprechend, optimal fördern zu können.

Innerhalb der Gruppen gibt es für die unterschiedlichen Altersstufen altersentsprechende Projekte. Weitere Infos erhalten sie unter dem Punkt Gruppen.

Schwerpunkte unser pädagogischen Arbeit

WIR SIND NATURNAH UND NACHHALTIG

 

Gesunde Lebensweise

Wir legen großen Wert sicherzustellen, dass die Kinder mit einer gesunden Lebensweise vertraut gemacht werden und darüber hinaus die Möglichkeit erhalten, seelisches Wohlbefinden zu erlangen.

Unser Gesamtkonzept mit all seinen Schwerpunkten wie gesunder Ernährung, viel Bewegung, wenn möglich an frischer Luft, einer gesunden Lebensweise, dem Waldtag, dem Kinder-Yoga und abwechslungsreichen Entspannungsmomenten im Tagesablauf bildet hierfür die Grundlage.

Auf diesen Stützpfeilern lässt sich ein positives Selbstbild, Resilienz (Widerstandskraft), sichere Bindungen, Selbstwirksamkeit, Entspannungsfähigkeit und viele weitere positive Fähigkeiten und Eigenschaften bilden und führen letztlich zu einem seelischen Gleichgewicht.

Schon die Jüngsten können lernen Körper und Seele zu pflegen und zu schützen, wenn sie entsprechend unterstützt werden.

 

 

Ausgewogenes Frühstück

Um die Kinder an eine gesunde, ausgewogene Ernährung heranzuführen werden jahreszeitlich unterschiedliche Angebote gemacht, z. B. das Verarbeiten der selbst angebauten Früchte und Gemüse, z. B. Marmeladen herstellen, Smoothies zubereiten. Die verschiedenen Kräuter aus unserem eigenen Kräuterbeet werden mit allen Sinnen erfahren und beim täglichen Essen genussvoll eingesetzt, auch als Kräuteressig und -öl. In der Kinderküche backen wir gemeinsam unser Brot und stellen weitere Leckereien her, z. B. Sirup zum Trinken. Dabei behalten wir immer ein gesundes Essverhalten im Blick. Spiele, Lieder, Mal- und Arbeitsblätter ergänzen das Einüben nachhaltig.

In unserem gemütlichen BISTRO haben die Kinder die Auswahl, täglich ein gesundes Frühstück mit regionalen, saisonalen und überwiegend BIO-Produkten zu genießen. Dies gibt den Eltern die Möglichkeit, ihr Kind ohne Frühstück in die KITA zu bringen, mit dem Bewusstsein, dass sich die Kinder am Bistro-Buffet selbst bedienen können und an ein gesundes Essverhalten herangeführt werden. Dabei sind Brot, Butter, Marmelade und Käse Standard. Ergänzt werden diese Produkte durch jahreszeitliches frisches Obst und Gemüse, verschiedene Wurstsorten und selbst hergestellte Speisen, z. B. Frischkornbrei, Obstsalat, Müsli, Rührei, Quarkspeisen, Joghurt, Kuchen, Waffeln, Smoothies u.v.a. Auch die Ideen und Wünsche der Kinder werden selbstverständlich mit einbezogen.

Die Kinder lernen, sich ihren Teller und ihre Tasse zu holen und auch wieder abzuräumen, wenn sie mit dem Frühstück fertig sind. Auch das Einschenken von Getränken (Kräutertee, Früchtetee, Wasser) wird geübt und die größeren Kinder helfen dabei.

Da im Kindesalter die Grundlage für ein ausgewogenes Essverhalten gelegt wird, ist es uns eine Herzensangelegenheit, dass die Kinder von allen Speisen probieren.

 

 

Mittagessen nach den DLG –Richtlinien     „Kochwerk – frisch – schnell – lecker“

Das ökumenische Gemeinschaftswerk Pfalz, Simotec GmbH Kaiserslautern, ist unser professioneller Mittagessen-Lieferant. Für die qualitativ hochwertigen Speisen werden überwiegend regionale Produkte verwendet, die nach dem Cook & Chill-Verfahren zubereitet werden. Dadurch bleiben wertvolle Vitamine und Nährstoffe erhalten und garantieren eine vollwertige Ernährung. Bei der Zusammenstellung der Speisepläne orientiert sich dieser integrative Betrieb an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und den Richtlinien der Vernetzungsstelle KITA- und Schulverpflegung Rheinland-Pfalz, denn die Kinder benötigen für ihre körperliche und geistige Entwicklung sowie die Stärkung ihrer Immunabwehr eine optimale Versorgung mit Nährstoffen. Auch die speziellen Anforderungen von Allergien und Unverträglichkeiten berücksichtigt das Unternehmen ganz individuell bei der Zubereitung der Speisen.

Großen Wert legt unsere Einrichtung auf gepflegte Esskultur. Das Verhalten am Tisch und der Umgang mit dem Besteck werden täglich mit den Kindern geübt und so immer mehr vertieft. Die Kinder können sich selbst bedienen und die ErzieherInnen achten darauf, dass sie sich alle Bestandteile des Mittagessens auf ihren Teller schöpfen. Die ErzieherInnen motivieren die Kinder von allen Speisen zu probieren, jedoch wird kein Kind zu Essen gezwungen.

Ansonsten darf sich jedes Kind. Ein freundlicher Tischspruch und liebevolle Verhaltensvorgaben regeln das gemeinsame Essen.

 

 

Außengelände

Durch das Förderprogramm des Ministeriums für Umwelt des Landes Rheinland-Pfalz wurde das Außengelände in Zusammenarbeit mit dem Förderverein, den Eltern und vielen Sponsoren naturnah und nachhaltig angelegt. Dies ermöglicht den Kindern ein freies Spielen und Ausprobieren ihrer körperlichen Möglichkeiten durch Balancierbaumstämme, Wasserspielplatz mit Pumpe, Klettergerüst mit Ausguck und Flaschenzug, einer große Sandspielfläche auf verschiedenen Ebenen und Holzschiff mit Steuerrad zum Ausleben der Fantasie. Roller, Dreirad, Bälle und Fußballtor regen zum gemeinsamen Spiel an und üben die gegenseitige Rücksichtnahme ein.

Durch die Umgestaltung kann das Haus ringsherum bespielt werden. Zudem wird der öffentliche Spielplatz ebenfalls genutzt.

 

 

Der Kreislauf „Pflanzen-Pflegen-Ernten-Zubereiten“

Die Natur mit allen Sinnen begreifen – dies möchten wir unseren Kindern in den unterschiedlichen Jahreszeiten näher bringen. Wir pflanzen Blumen, Sträucher, Gemüse und Obst in unserem Außengelände, beobachten das Wachsen und Gedeihen. Wir beziehen die Kinder in das Gießen und Versorgen der Pflanzen mit ein und beobachten die Nützlinge und Schädlinge in der Natur. Natürlich ernten wir auch gemeinsam und genießen die Früchte unserer Arbeit mit leckeren Speisen, die wir gemeinsam fertigen.

 

 

Waldtag

Waldtagheißt bei uns in der KITA: Natur erleben rund ums Jahr und das bei fast jedem Wetter. Unsere Kinder erfahren und entdecken die Veränderungen in der Natur während eines Jahres.

Es ist wie ein immer wiederkehrendes Abenteuer bei dem die Kinder die Möglichkeit haben die Natur zu erforschen und dabei unbekannte Pflanzen und Tiere zu entdecken. Die Kinder sehen, riechen, hören, fühlen und manchmal schmecken sie auch die Natur.

In unregelmäßigen Abständen werden die Kinder von unseren KITA-Hunden Amy und Biggy begleitet.

 

 

Tiergeschütze Pädagogik

In unserer KITA finden Projekte zum Themenschwerpunkt „Tiergestützte Pädagogik“ statt. Wir verfügen über ein Aquarium mit zwei Wasserschildkröten________________________, welches sich in der Lämmchen- Gruppe befindet. Diese dürfen von den Kindern beobachtet und unter Anleitung mit versorgt werden.

Tiere in der KITA stellen eine Bereicherung dar. Sie tragen wesentlich zur Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit der Kinder bei. Tiere sind Impulsgeber für viele Lernprozesse. Sie regen die menschlichen Sinne an, rufen Empfindungen wach, wecken Gefühle und begünstigen die Entwicklung von Achtsamkeit, Ehrfurcht, Mitgefühl, Respekt und Verzicht.

Die Kinder lernen im Umgang mit den Tieren, Emotionen wahrzunehmen und zu regulieren, die Gefühle des Gegenübers zu lesen und sich der Situation entsprechend zu verhalten. Schrittweise erlernen die Kinder für ein anderes Lebewesen verantwortlich zu sein und es zu versorgen.

 

 

Yoga und Entspannung               „Zähmung der Affenbande“

Unter diesem Motto führen wir mit unseren Kindern Yoga-Übungen (Asanas) durch, die die Motorik verbessern, das Gleichgewicht schulen, das soziale Miteinander fördern und die Möglichkeiten der Entspannung aufzeigen. Die Kinder probieren alle Übungen mit viel Spaß und Freude aus und erproben so ihre Fähigkeiten und verbessern diese kontinuierlich. Entspannungsübungen geben den Kindern die Möglichkeit an die Hand, sich selbst zu beruhigen und somit Stress/Aggressionen abzubauen.

 

 

Bewegungsbaustelle     „Wenn Kinder bauen bewegt sich etwas!“

Die Bewegungsbaustelle bietet für die Entwicklung unserer Kinder in der Altersspanne von 1-6 Jahren vielfältige Anreize für die ganzheitliche Entwicklung. Durch das Bauen und bewegen, spielen, handeln und lernen, sammeln die Kinder vielseitige Lernerfahrungen.

Unsere Kinder haben die Möglichkeit, in der Bewegungsbaustelle ihre Bewegungskoordination, Geschicklichkeit, Phantasie, Kreativität und Motorik zu schulen.

Die Bewegungsbaustelle ist ein von Wissenschaftlern unter pädagogischen, motorischen und gesundheitsfördernden Aspekten entwickelte, vielseitig einsetzbare Spiellandschaft. Die Kinder werden zum gemeinsamen, intensiven und bewegten Spielen angeregt, wodurch auch die soziale, motorische und kognitive Entwicklung gefördert wird.

Die Kinder entwickeln, konstruieren, erproben eigenständig ihre Spiel- und Bewegungsräume, die immer wieder umgebaut werden können. Sie machen Bewegungs- und Körpererfahrungen, setzen sich mit verschiedenen Materialien, Formen und Situationen auseinander und erleben im Zusammenwirken mit anderen Erfolge beim Konstruieren und Bauen.

Indem sich unsere Kinder mit unterschiedlichem Material beschäftigen, erkunden sie es, machen sich vertraut mit dem Gewicht, der Form, der Beschaffenheit, mit Ecken und Kanten. Es entstehen dabei Bewegungslandschaften, die vielseitig beklettert und bespielt werden können und in hohem Maße Anreize für Gleichgewichtserfahrungen darstellen. Zudem werden Ganzkörperbewegungen, der Einsatz von Kraft, Anstrengung, Raumgestaltung, Kooperation im Spiel, die Auseinandersetzung mit Sprache sowie strategisch-konstruktives Verhalten gefördert. Die Grundlage für eine gute Entwicklung ist die ausreichende Förderung des Körperbewusstseins und der Körperwahrnehmung.

 

 

„Jolinchen- Projekt“       „Fit und gesund in der KITA“

In Kooperation mit der Gesundheitskasse AOK findet in unserer Einrichtung das „Jolinchen- Projekt“ statt. Dieses beschäftigt sich mit gesunder Ernährung und Lebensweise, dem seelischem Wohlbefinden und aktiver Bewegung.

Das Projekt liegt uns sehr am Herzen, denn gesunde Kinder bedeuten eine gesunde Zukunft. Über das Projekt werden die Kinder spielerisch an eine gesunde Lebensweise herangeführt.

Gerade die in der Kindheit entstehenden Einstellungen und Gewohnheiten sind prägend für ein ganzes Leben. Auch die Weichen für das Gesundheitsverhalten werden bereits früh gestellt. Für die Prävention und Gesundheitsförderung sind Kinder und Jugendliche daher die wichtigste Zielgruppe.

Jolinchen ist ein Drachenkind, welches den Kindern sein umfassendes Wissen kindgerecht vermittelt. Es reist mit den Kindern in das „Gesund-und –lecker-Land“, in den „Fitmach-Dschungel“ und zur „Insel-fühl-mich-gut“. Auf diesen Entdeckungsreisen wird viel gelernt, ausprobiert und experimentiert.

Das Jolinchen-Projekt lässt sich hervorragend mit unseren bestehenden Schwerpunkten, den Koch-und- Backangeboten, dem Pflanzen und Gärtnern, dem Waldtag, dem Kinder-Yoga und mit der tiergestützten Pädagogik verbinden und kombinieren.

 

 

Marktbesuch

Einmal im Monat findet ein Besuch auf dem Wochenmarkt in Kaiserslautern statt. Im Vorfeld entscheiden die Kinder im Rahmen einer Kinderkonferenz, was sie anschließend Kochen möchten und verfassen eine Einkaufsliste, mit all den dafür benötigten Zutaten.

Dann dürfen die Kinder mit ihren ErzieherInnen im Bus nach Kaiserslautern reisen, die Marktstände besuchen, die Zutaten auswählen und selbst vor Ort bezahlen.

Anschließend geht es zurück in die KITA, der Einkauf wird ausgeräumt und zumeist am darauffolgenden Tag von den Kindern unter Anleitung zu einem köstlichen Mittagessen für alle Kinder der Einrichtung verarbeitet. An diesem Tag, der per Aushang angekündigt ist, dürfen auch die Teilzeitkinder länger bleiben und mitessen.

Die Kinder lernen auf diesem Weg sehr viel über gesunde Lebensmittel, deren Verarbeitung und über die entsprechende Zubereitung beim gemeinsamen Kochen und dies macht allen jede Menge Spaß.

 

 

Weitere Mosaiksteine unseres Bildungsauftrages

 

Sprache ist der Schlüssel zur Welt    „Die alltagsintegrierte Sprachförderung“

Ein wichtiges Mosaikteil bildet in unserer KITA die alltagsintegrierte Sprachförderung. Die Sprache bildet den Schlüssel zur Welt, Gefühle können verbalisiert, Bedürfnisse geäußert und dadurch die ICH-Kompetenz gesteigert werden.

Dem Erzieherteam ist es ein wichtiges Anliegen, die Kinder in dieser sprachlichen Kompetenz adäquat im KITA-Alltag zu fordern und zu fördern. Auf spielerischer Art und Weise erweitern wir stetig den aktiven und passiven Wortschatz der Kinder. Durch Ermutigung, Lob und Nachahmung ermutigen wir die Kinder in einen Dialog mit ihrem Umfeld zu treten und so die Sprachfreude zu steigern. Grundlage bilden hierbei die positiven Sprachvorbilder. Das pädagogische Fachpersonal achtet darauf in kurzen, deutlichen und vollständigen Sätzen zu sprechen. Ferner werden die Kinder nicht verbessert, sondern über wertschätzendes und korrektives Feedback gefördert d.h. sollte ein Kind ein Wort falsch aussprechen, statt Kreuz/Deutz, wird das Wort korrekt wiederholt („Ja, das ist ein Kreuz“).

Die alltagsintegrierte Sprachförderung hat vielseitige Facetten. Neben der Bilderbuchbetrachtung, der Sprachbegleitung während einem Tischspiel, dem Erlernen von Fingerspielen und Liedern, dem Spielen von Rollenspielen, der Wissensvermittlung im Stuhlkreis oder während Projekten und Ausflügen, sind zudem tägliche Abläufe zu nennen wie das Wickeln unserer Jüngsten, die Nahrungsaufnahme während dem Frühstück, Mittagessen und den Snackrunden, dem An-und Ausziehen sowie der Körperpflege. Auf diese augenscheinlich banalen Alltagssituationen legen wir als Team unseren Fokus. Durch das Versprachlichen dieser Vorgabe erweitert sich spielerisch der Wortschatz. Zudem können die Kinder nachvollziehen was sie erwartet und was von ihnen verlangt wird. Gleichzeitig erweitern und festigen sie ihre sprachlichen Fähigkeiten.

Die ErziehnerIn spielt in ihrer Haltung gegenüber dem Kind eine maßgebliche Rolle, indem sie aktiv Zuhört, das Kind mit seinem Anliegen ernst nimmt und ihm ggfs. Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt.

Zudem ist der fachliche Austausch während den Gruppen- und Gesamtteams mit unserer internen Sprachförderkraft für uns von großer Bedeutung. Als gelernte Logopädin richtet sie ihren Fokus nochmals auf eine andere Art und Weise auf das Thema Sprache aus. In der kollegialen Beratung profitieren wir von ihrer Kompetenz.

 

 

Sprachclub

Diese gezielte Sprachförderung ist eine Maßnahme des Landes Rheinland- Pfalz und richtet sich an alle Kinder der Kindertagesstätte, mit dem Ziel der zusätzlichen Förderung von Kindern mit besonderem Sprachförderbedarf.                                                  Quelle: Bildungs-und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten

Die Fördermaßnahme dauert ein ganzes KITA–Jahr. Die Kinder spielerisch an die korrekte Sprache herangeführt:

  • Auditive Wahrnehmung / Förderung (Schulung des Hörens )
  • Wortschatzaufbau und Erweiterung, Begriffsbildung, Sprachverstehen
  • Aussprache, Sprechrhythmus und Sprachmelodie sowie Stimme
  • Förderung der grammatikalischen Strukturen, wie die korrekte Satzbildung, z.B. Artikel- Präpositions- Pluralbildung, Aufbau des korrekten Satzbaus
  • Phonologie und Phonetik
  • Mehrsprachigkeit, Zweitspracherwerb, interkulturelle Identität
  • Förderung der Kommunikation durch altersgemäße Sprachförderspiele, Silbenklatschen Geschichten wiedergeben, Reime und Verse sind hierbei wichtige Elemente

 

 

Musikalische Früherziehung

Musik ist ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Durch gezielte Angebote, wie z.B. Singen, Tanzen, Musikhören und Instrumentalspiel werden die Kinder in ihrer Entwicklung ganzheitlich gefördert.

Wir möchten Freude und Spaß am gemeinsamen Musizieren entwickeln. Dazu greifen wir auf ein breit gefächertes Liedrepertoire national wie international, sowie traditionell und modern zurück. Auf diese Weise wird den Kindern eine multikulturelle Lebenssicht ermöglicht, die zum offenen und respektvollen Umgang mit anderen Kulturen anregen kann.

Unsere Kinder lernen verschiedene Musikinstrumente kennen. Sie entwickeln Interesse selbst Klänge zu erzeugen und bekommen ein Gefühl für Töne, Rhythmus und Melodie. Durch Kreisspiele und abwechslungsreiche Tänze werden ihre rhythmischen Fähigkeiten weiter entwickelt.

 

 

In jedem Kind steckt ein Künstler

In diesem entwicklungsrelevanten Bereich wird in unserer Einrichtung das Augenmerk auf das eigenständige schöpferische Tun und Gestalten gelegt. Weg von der Schablonenarbeit, hin zur Kreativität, lautet das Motto. Der Weg ist in diesem Fall das Ziel.

Bedeutsam ist vor allem, den Kindern die Möglichkeit zum Experimentieren mit ihrer eigenen Kreativität zu bieten, ihnen Zeit und Raum zu geben, sich intensiv mit den unterschiedlichsten dargebotenen Materialien zu beschäftigen und sich und ihre Fertigkeiten auszuprobieren.

Was auf den ersten Blick vielleicht weniger ergebnisorientiert wirkt, ist für die Entwicklung und Ausbildung der Kreativität von immenser Bedeutung.

Es wird Wert darauf gelegt, dass die Kinder im Gruppenalltag stets die Möglichkeit haben, sich im gestalterischen Bereich zu erproben. Deshalb wird eine Vielzahl an Materialien frei zugänglich gemacht. Außerdem werden zusätzlich gezielte Aktivitäten zu unterschiedlichen künstlerischen Gestaltungstechniken, zum handwerklichen Bereich und auch zur Handarbeit (z.B. Nähen, Strickliesel, Flechtbilder, Weben etc.) angeboten, um die Kompetenzen der Kinder zu erweitern.

 

 

Theaterpädagogik

Kleine Szenen und Spielimpulse geben den Kindern die Möglichkeit, sich mit Fantasie und Sensibilität in Rollen einzufühlen und mit anderen in der Gruppe auszuprobieren. Theaterspielen macht Kindern nicht nur Spaß, sondern ermöglicht ihnen auch, immer neue Erfahrungen mit sich selbst zu sammeln.

Die Kinder erarbeiten Techniken, die sie befähigen, zunehmend ihre Ausdrucksmöglichkeiten kreativ zu erweitern und durch Mimik, Gestik und Sprache unterschiedliche Empfindungen zu gestalten und anderen mitzuteilen. Indem die Kinder in neue Rollen schlüpfen werden Hemmungen abgebaut, sprachliche Unsicherheiten ausgeglichen sowie Selbstbewusstsein und Persönlichkeitsentwicklung gestärkt. Das Entwickeln einer Bühnenpräsenz ist ein wichtiger Aspekt. Die Kinder erfahren, dass ihre Arbeit „darstellende Kunst“ ist.

 

 

Medienpädagogik

Ein wichtiger Bestandteil ist die medienpädagogische Arbeit. Auf spielerische Art und Weise lernen die Kinder den Umgang mit den neuen Medien. Mit Medien gehen wir auf Entdeckungsreise im KITA-Alltag. Durch die praktische und handlungsorientierte Herangehensweise knüpfen wir direkt an der Lebenswelt der Kinder an.

So gestaltet z.B. jedes Geburtstagskind mit der Software „Comic Life“ sein Geburtstagsbild. Dieses wird dann im Eingangsbereich eingerahmt, damit jeder im Haus weiß wer heute Geburtstag hat.

Mit unserer Unterstützung und die Einbindung der neuen Medien dokumentieren die Kinder Projekte für ihren Portfolio-Ordner. Ab und an ist auch ein bisschen Hollywood in unseren Kindern spürbar – dann, wenn wir eigene Filme produzieren.

 

 

Religiöse Bildung

Religiöse Bildung versteht sich als Anleitung die Fragen des Lebens zu entdecken und zu verstehen. Sie geht einerseits davon aus, was Kinder in ihrem Alltag an Spuren religiösen Lebens durch religiöse Symbole, Gebäude, Form gelebten Glaubens, Festen im Jahreskreis, Liedern und Sprachbildern begegnet.

Andererseits nehmen die ErzieherInnen in ihrer religionspädagogischen Arbeit die Fragen, Erfahrungen, Sehnsüchte und den Gestaltungswissen der ´Kinder auf.

 

 

Gesundheits- und Sexualpädagogik              Komm, wir spielen Doktor!“

„Jedes Kind ist von Geburt an ein Wesen mit eigenen sexuellen Wünschen und Bedürfnissen. Aufklärung und Sexualerziehung gehören zu den Bildungsthemen einer Kindertagesstätte“

(Quelle: Bildungs- und Erziehungsempfehlungen von Rheinland- Pfalz)

Die Sexualerziehung ist gleichzeitig und vor allem Sinneserziehung. Viele Formen der kindlichen Sexualität fallen gar nicht auf. Es geht den Kindern dabei um halten und gehalten werden, spüren, riechen, hören (das erste Wort), Klang, sehen, schmecken, tasten, Bewegung/Bewegungsdrang ausleben, aber auch Ruhe, der Wechsel zwischen An- und Entspannung.

Dies bedeutet alle Alltagserfahrungen, die die Kinder in der KITA machen, sind die Grundlage der Sexualentwicklung.

Die Sexualität im Erwachsenenalter greift auf die Erfahrungen und Erlebnisse u.a. der ersten Lebensjahre zurück! Die kindliche Sexualität unterscheidet sich grundlegend von der Sexualität der Erwachsenen/Jugendlichen. Sie besteht aus unterschiedlichen Stufen und verändert sich mit der Lebensphase. Sie ist nicht mit Zukunftsplänen verbunden und bedeutet in erster Linie Spielfreude, Neugierde und Bewegungsfreude. Kindliche Sexualität ist immer selbstbezogen, auch wenn zu zweit gespielt wird, geht es um die eigene Neugier.

Jedes Kind entwickelt sich nach seinem eigenen Rhythmus. Die Sexualerziehung in unserer Einrichtung findet in einem geschützten Rahmen statt.

Regeln für Doktorspiele:

  •  Keine Gegenstände in Körperöffnungen (Ohren/Mund/Nase/Scheide/Po).
  • Jedes Kind entscheidet selbst, ob und mit wem es Doktorspiele macht.
  • Auf Altersunterschied achten (ca. 1 Jahr wegen dem Machtgefälle).
  • Hilfe holen ist nicht petzen!- Handeln bei Regelverletzung.
  • Wenn einer sagt: „ Ich will nicht mehr!“, dann ist das Spiel vorbei.

 

Mögliche sexuelle Übergriffe unter Kindern:

  • Wenn die sexuelle Handlung von Kindern erzwungen wird.
  • Wenn das beteiligte Kind nicht freiwillig mitmacht. Das Kind wird genötigt/verdeckte Manipulation des kindlichen Willens.
  • Das Machtgefälle wird ausgenutzt durch Versprechungen/Drohungen.
  • Kinder sind keine Täter, sie sind übergriffige Kinder!!! Die Bezeichnung Opfer und Täter verwenden wir nicht!

 

Umgang mit Kinderfragen:

  • Keine Antwort ist auch keine Lösung! Jede Antwort, auch eine „schlechte“ ist besser als keine!
  • Aufmerksam zuhören, was das Kind wissen möchte.
  • Fragen können Häppchenweise kommen.
  • Sachlich richtig beantworten.
  • Manche Kinder fragen nicht direkt, sondern z.B. mit Blicken.
  • Sachbilderbücher zu diesem Thema stehen zur Verfügung

 

Was sollte ein Kind wissen, wenn es in die Schule kommt?

  • Was unterscheidet die Geschlechter? Körper Junge/ Mädchen, evtl. Mann/Frau
  • Schwangerschaft
  • Geburt
  • Zeugung

 

 

Geburtstagsfeier

Einmal im Jahr feiern wir zu Ehren des Kindes sein Geburtstagsfest. Dies sollte an seinem Geburtstag oder möglichst zeitnah danach gefeiert werden.

Uns ist es wichtig, dass das Kind an diesem Tag im Fokus steht, es den Tag als etwas Besonderes in Erinnerung behält und wir darüber die Möglichkeit haben, dem Kind den ein oder anderen Wunsch zu erfüllen ( Spiele, Spielbereiche, Aussuchen eines Angebots etc.). Das Bewusstsein des Kindes über sein Älter und Größer werden soll geweckt werden. Es wächst somit auch allmählich in eine andere Rolle hinein.

Die jeweilige Gruppe hat feste Rituale und Lieder für den Ablauf einer solchen Geburtstagsfeier. Vor dem Geburtstag sollte mit den pädagogischen Fachkräften besprochen werden, welche Speise das Kind für die Geburtstagsfeier von zu Hause mitbringt.

Unsere Einrichtung beschäftigt sich wie an anderer Stelle ausführlich erwähnt mit den Inhalten der gesunden Ernährung, Bewegung und einer gesunden Lebensweise. Aus diesem Grund ist es uns ein Anliegen, für die Geburtstagsfeier der Kinder gesunde Lebensmittel bereitzustellen. Wir weisen zudem darauf hin, dass ausschließlich trockene Kuchen durch uns ausgegeben werden dürfen, was an der Verderblichkeit der Sahne/ Creme liegt. Wir freuen uns auch über Obst- und Rohkostplatten oder ähnliche Leckereien. Für die Eltern steht ein Ordner, in der Elternecke, „Rezepte und Anregungen für die Geburtstagsfeier“ zur Verfügung.

Uns ist wichtig, dass das Kind an diesem Tag im Mittelpunkt steht, nicht die pompöse Torte, die es mitgebracht hat. So können wir auch einen möglichen Konkurrenzkampf um die größte, bunteste und aufwendigste Torte umgehen und Ungerechtigkeiten und Frust bei den Kindern vermeiden.